Dank Schimmel im Badezimmer zu mehr Freiheit

Vielleicht hast du mitbekommen, dass ich die letzten fünf Wochen in einer Lungenklinik zur Kur war. Weit weg von meinem Alltag, in den idyllischen Bergen, konnte ich mich endlich mal wieder ganz mir selbst widmen und der Mittelpunkt meines Lebens und meines Tuns sein. 24 Stunden am Tag nur für mich.

 

Ich hab mich in den Bergen wiederentdeckt

Das war so ungewohnt wie befreiend. Und je länger ich in der Klinik war, desto mehr spürte ich, wie mein wahres Ich wieder zum Vorschein kam. Ich weiß gar nicht mehr, wo ich mich all die Jahre versteckt hatte. Ja ich hatte nicht einmal realisiert, dass ich mir selbst ein Stück abhandengekommen war. Doch während der Reha hatte ich jeden Tag mehr das Gefühl, dass diese Claudia von damals wieder zum Leben erwacht ist. Und das verlieh mir eine solche innere Stärke, dass ich bei der Rückkehr in meinen Alltag, in mein normales Leben, auf die erste häusliche Krise komplett entspannt und cool reagieren konnte.

 

Schimmelkrise im Badezimmer

Denn seit unser Sohn pubertiert, macht er täglich mindestens einmal unser Badezimmer zur Sauna. In der Folge hat sich Schimmel gebildet, dem wir nun gemeinsam zu Leibe rücken mussten. An meinem ersten Sonntag nach der Kur fand ich mich also in unserem Badezimmer wieder, um zu putzen, scheuern und von Schimmel befallene Möbel zu entsorgen. Resultat: einen gesamten Schrank mussten wir wegschmeissen, womit das große Ausmisten losging. Denn was bisher in 4 Schubladen Platz gefunden hatte, hat nun ohne den Schrank keinen Platz mehr. Ein neuer Schrank kommt aber nicht in Frage, also mussten wir Drei fröhlich ausmisten und uns von Dingen trennen, um noch andere freie Plätze zu generieren und die alte Ordnung wiederherzustellen.

 

Loslassen und Freude spüren

Tja, das war so nicht geplant für mein erstes Wochenende nach der Reha. Doch es erfüllt mich jedes Mal mit Freude, wenn ich etwas gehen lassen darf. Ich gebe zwar zu, dass wir vor dem Schimmelvorfall absolut zufrieden waren mit unserem Badezimmer und auch nichts verändert hätten. Doch dank diesem Zwischenfall konnten wir unsere Nasszelle mal wieder gründlich entrümpeln, und  jetzt freu ich mich, dass wir uns von unnötigen Dingen befreit haben und wieder etwas Ballast abgefallen ist. Denn viel Platz verführt immer wieder dazu, zu viele Sachen zulange aufzubewahren. Darum tut es mir, obwohl ich ja mit meiner Ordnung und meinen Besitztümern ganz zufrieden bin, immer wieder unheimlich gut, wenn etwas Druck von aussen kommt.

 

Weniger Dinge gleich mehr Lebensenergie

All diese Dinge, die wir an diesem Sonntag aus dem Badezimmer entsorgt haben, die brauche ich nie mehr abzustauben, aufzuräumen oder zu waschen. Nie mehr benötigen sie meine Aufmerksamkeit oder binden meine kostbare Lebensenergie. Das löst in mir jedes Mal dreifache Jubel- und Freudentanzstimmung aus. Erst schon während des Tuns, dann bei der Betrachtung des Ergebnisses und zu Letzt, weil ich zukünftig wieder mehr Freiraum und Lebensraum, ja mehr Freiheit gewonnen habe.

 

Wir haben das Badezimmer gleich als Anlass genommen, um auch unsere restlichen Besitztümer auf diesem Stockwerk auszumisten. Denn Ausmisten ist wie Zwiebelschälen. Bei jedem Durchgang kann wieder eine neue Schicht gehen, zu der du bei der letzten Aufräum-Aktion noch nicht bereit warst. Darum ist es so wichtig, das eigene Aufräum-Prinzip zu finden, zu verstehen und zu spüren. So zeigt es sich im Leben immer wieder, wenn du bereit bist für eine neue Schicht. In meiner Kur in den Bergen war der folgende Satz stets präsent: der Wind hat es auch nicht an einem Tag hin geweht.

 

Spüre, was dir gut tut

Es geht mir letztlich darum, dass du wieder wahrnimmst und spürst, was du brauchst und was dir gut tut. Nur dann kannst du Entscheidungen treffen. Und nur wenn du dich für oder gegen etwas entscheidest, schaffst du nachhaltig Ordnung.

 

Das habe ich auch während meiner fünfwöchigen Reha wieder realisiert. Wie wichtig es ist, in sich rein zu spüren und sich zu fragen, was einen glücklich macht. Und es ist mir noch einmal mehr bewusst geworden, dass ich der einzige Mensch in meinem Leben bin, der auch Veränderung in mein Leben bringen kann. Wenn du also etwas in deinem Leben anders haben möchtest, zum Beispiel wünschst du dir mehr Ordnung in deinem Zuhause, dann übernimm Verantwortung, um die Veränderung einzuleiten.

 

 

Ich hoffe diese kleine Episode aus meinem Leben hat dir gezeigt, dass auch mir das Leben immer wieder neue Herausforderungen bringt.
Und so lästig diese Schimmelsache war, so happy bin ich nun, dass ich mich wieder von einigen Dingen getrennt habe.

Wie gehst du so mit Herausforderungen um?
Schreib mir gerne oder hinterlasse mir einen Kommentar hier.

Liebe Grüße

Claudia – Deine Lebensraumgestalterin

 

  • Beim Lesen lief so ein Film vor meinem geistigen Auge ab. Ich freue mich für Dich, dass Du so einen Wandel in Dir verspürt hast.
    Weiter so!!! LG Ralf

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